Nutzungsbedingungen für Veranstalter

§ 1 Allgemeines

(1) Die ikum UG, Alter Schlachthof 7A, 76131 Karlsruhe (nachfolgend „ikum“), bietet Unternehmern im Sinne des § 14 BGB (nachfolgend „Veranstalter“) die Möglichkeit, über die Plattform www.ticketmates.de (nachfolgend „Plattform“) Veranstaltungstickets im Sinne des § 807 BGB (nachfolgend „Tickets“) an ikum zu verkaufen, zu dem Zweck, dass ikum die Tickets an private oder gewerbliche Endkunden (nachfolgend: „Kunden“) weiterverkauft.

(2) Diese Nutzungsbedingungen regeln abschließend das Rechtsverhältnis zwischen ikum und dem Veranstalter für die von ikum im Zusammenhang mit der Plattform angebotenen Leistungen. Abweichende Regelungen gelten nur dann, wenn ikum diese schriftlich bestätigt hat. Diese Bedingungen gelten ausschließlich gegenüber Unternehmen gemäß § 14 BGB. Mit der Aktivierung der entsprechenden Checkbox bei der Registrierung erkennt der Veranstalter diese Nutzungsbedingungen an.

(3) ikum behält sich das Recht vor, diese Vereinbarung jederzeit und ohne Angabe von Gründen zu ändern. Änderungen werden dem Veranstalter von ikum rechtzeitig mitgeteilt. Widerspricht der Veranstalter nicht innerhalb von zwei Wochen, gelten die Änderungen als akzeptiert. Auf sein Widerspruchsrecht und die Rechtsfolgen des Schweigens wird der Veranstalter gesondert hingewiesen.

(4) Zwischen ikum und dem Veranstalter, sowie zwischen ikum und den Kunden kommen nur Kaufverträge zum Erwerb der Tickets zustande. Die mit den Tickets zusammenhängenden Veranstaltungsverträge vermittelt ikum zwischen dem Veranstalter und dem Kunde.


§ 2 Weiterverkauf von Tickets

(1) ikum betreibt eine Plattform, auf der Kunden die Möglichkeit haben, Tickets für Veranstaltungen zu erwerben. Hierfür erwirbt ikum die Tickets unmittelbar beim Veranstalter und verkauft diese direkt an den Kunde in eigenem Namen und auf eigene Rechnung weiter. Der Verkauf findet technisch und rechtlich in der von ikum vorgegebenen Form statt.
Die Angebote auf der Plattform stellen keine rechtlich verbindlichen Angebote nach § 145 BGB dar. Die Kunden geben über den Bestellvorgang der Plattform ihrerseits Angebote zum Abschluss von Kaufverträgen an ikum ab. Die Angebote werden von ikum an den Veranstalter weitergeleitet. Hierin ist ein Angebot von ikum auf Kauf des entsprechenden Tickets zu sehen. Sofern der Veranstalter das Angebot annimmt, versendet ikum anschließend eine entsprechende Auftragsbestätigung an den Kunden. Dadurch kommt ein Kaufvertrag über das Ticket zwischen ikum und dem Kunden, ein Kaufvertrag über das Ticket zwischen ikum und dem Veranstalter und gleichzeitig der Vertrag zur Durchführung der Veranstaltung unmittelbar und ausschließlich zwischen dem Veranstalter und dem Kunden zustande.

(2) Der Veranstalter ist gegenüber dem Kunden für die Erfüllung seiner Pflichten aus dem Vertrag allein verantwortlich. ikum hat dem Kunden nur das Ticket zur Verfügung zu stellen. Die Tickets werden von ikum bereitgestellt.

(3) Der Veranstalter wickelt den Vertrag mit dem Kunden eigenständig unter Berücksichtigung der Vorgaben von ikum gemäß dieser Nutzungsbedingungen ab.

(4) Das Angebot der Plattform richtet sich an Kunden in Deutschland und der EU.


§ 3 Bereitstellung der Plattform

(1) ikum stellt dem Veranstalter die technischen Voraussetzungen zur Verfügung, die zur Verwaltung und zur Darstellung seiner Angebote auf der Plattform sowie für die Abwicklung des Vertrages über die Plattform erforderlich sind. Der Veranstalter erhält innerhalb der Plattform eine eigene Seite, auf der seine eingestellten Veranstaltungen gelistet werden, auf welcher er seine Tickets anbieten kann, und in dem Kunden Informationen über sein Unternehmen erhalten können.

(2) ikum ist berechtigt, die Leistung zeitweise in angemessenem Umfang einzuschränken, wenn dies zur Durchführung technischer Maßnahmen oder Wartungsarbeiten erforderlich ist. Der Veranstalter wird - wenn möglich - vorab über den Umfang und die Dauer der Einschränkung informiert.

(3) Im Übrigen versucht ikum, die Verfügbarkeit so weit wie möglich zu gewährleisten, und unvorhergesehene Ausfallzeiten auf ein Minimum zu reduzieren. Ein Anspruch des Veranstalters auf eine dauerhafte Erreichbarkeit der Webseite besteht jedoch nicht. In diesem Zusammenhang haftet ikum nur für vorsätzlich oder grob fahrlässig verursachte Ausfälle.


§ 4 Registrierung

(1) Die Plattform steht grundsätzlich nur solchen Veranstaltern zur Verfügung, die ihren Sitz in der Bundesrepublik Deutschland haben, und die über ein Bankkonto in der Bundesrepublik Deutschland verfügen.

(2) Der Veranstalter hat seine Unternehmereigenschaft auf Anforderung gegenüber ikum durch geeignete Belege nachzuweisen.

(3) Der Veranstalter gewährleistet, dass die von ihm im Rahmen seines Antrages auf Zulassung gegenüber ikum gemachten Angaben wahr und vollständig sind. Er verpflichtet sich, ikum alle künftigen Änderungen der gemachten Angaben unverzüglich schriftlich mitzuteilen.

(4) ikum ist berechtigt, einem Veranstalter den Zugang zur Plattform zu sperren und sein Veranstalterprofil sowie seine Angebote und sämtlichen Inhalte von der Plattform zu löschen, wenn dieser schwerwiegend gegen diese Nutzungsbedingungen und/oder gegen geltendes Recht verstößt.


§5 Pflichten des Veranstalters

(1) Der Veranstalter verpflichtet sich, unmittelbar nach seiner Registrierung ein Unternehmensprofil auf der Plattform einzustellen. Das Profil muss mindestens ein Impressum mit den nach § 5 TMG erforderlichen Angaben enthalten. Die AGB werden von ikum zur Verfügung gestellt. Es ist dem Veranstalter freigestellt, weitere Angaben zu seinem Unternehmen zu machen.

(2) Der Veranstalter verpflichtet sich, Veranstaltungen stets unter der Angabe aller wesentlichen Merkmale (Ticketkontingent, Termin, Anfangszeit, Veranstaltungsort etc.) sowie ggf. besonderen Bedingungen oder Beschränkungen einzustellen. Er verpflichtet sich insbesondere auch, alle gesetzlichen Anforderungen insbesondere zur Angabe von Preisen einzuhalten.
Es ist dem Veranstalter untersagt, Veranstaltungen anzubieten, die gegen gesetzliche Vorschriften, behördliche Anordnungen oder gegen die guten Sitten verstoßen. Der Veranstalter stellt ikum diesbezüglich von allen Ansprüchen Dritter frei.
Angebote, die gegen diese Nutzungsbedingungen verstoßen, können von ikum ohne Angabe von Gründen gesperrt oder gelöscht werden.

(3) Der Veranstalter verpflichtet sich, Änderungen der Veranstaltung (Verlegung, Absagen etc.) dem Kunden unverzüglich über die Plattform mitzuteilen.

(4) Der Veranstalter haftet für alle Inhalte, die er auf der Plattform einstellt. Dazu gehören insbesondere Impressum, Bilder und Veranstaltungsbeschreibungen sowie Werbeaussagen jeglicher Art. Machen Dritte bezüglich dieser Inhalte Rechtsverletzungen gegenüber ikum geltend, stellt der Veranstalter ikum von sämtlichen Ansprüchen frei.

(5) Der Veranstalter verpflichtet sich, die gesamte Abwicklung des Vertrages ausschließlich unter den Vorgaben von ikum vorzunehmen.

(6) Der Veranstalter verpflichtet sich, für Kunden einen werktags zu üblichen Geschäftszeiten erreichbaren Kundenservice unter Angabe der Kontaktadresse im Veranstalterprofil vorzuhalten und Kundenanfragen zeitnah zu beantworten.

(7) ikum stellt dem Veranstalter einheitliche Rechtstexte in Form von Allgemeinen Geschäftsbedingungen (AGB) für die Verwendung auf der Plattform zur Verfügung. ikum haftet für die wettbewerbsrechtliche Konformität der zur Verfügung gestellten Rechtstexte in ihrer jeweils aktuellsten Fassung. Nimmt der Veranstalter Änderungen an den AGB vor oder verwendet er eigene AGB, so entfällt die Haftung von ikum.

(8) Der Veranstalter willigt ein, dass seine Inhalte, die er auf der Plattform einstellt, insbesondere Bilder und Texte, über soziale Netzwerke geteilt werden dürfen.


§ 6 Vergütung

(1) Dem Veranstalter entstehen für die Bereitstellung der Plattform und für die Vermittlung der Verträge keine Kosten.


§ 7 Zahlungsabwicklung

(1) Der Zahlbetrag der von ikum gekauften und weiterverkauften Tickets wird dem Veranstalter binnen eines Monats nach dem Kauf der Tickets auf das von ihm angegebenen Konto angewiesen. ikum behält sich vor, im Einzelfall dem Veranstalter im Rahmen einer Individualvereinbarung kürzere Vorhaltefristen zu gewähren.

(2) Der Veranstalter ist nicht berechtigt, die Ticketpreise aus den Kaufverträgen zwischen ikum und den Kunden selbst geltend zu machen.

(3) Der Veranstalter ist verpflichtet, Einwendungen gegen die von ikum gestellten Abrechnungen unverzüglich, spätestens jedoch 14 Werktage nach der Abrechnung geltend zu machen. Andernfalls gilt die Abrechnung als genehmigt.


§ 8 Rückabwicklung und Rückbuchungen

(1) Bucht der Kunde den Zahlbetrag insbesondere wegen einer Absage oder Verlegung der Veranstaltung oder aus sonstigen Gründen von ikum zurück, so erhält der Veranstalter dafür keine Gutschrift. Sofern die Rückbuchung vor Veranstaltungsbeginn eintritt, werden die Tickets von ikum an den Veranstalter zurückgegeben.

(2) ikum übernimmt die Rückabwicklung für den Veranstalter gegenüber dem Kunden. Bei einer Absage oder Verlegung werden alle betroffenen Kunden per E-Mail benachrichtigt. Der Gesamtbetrag inkl. Gebühren wird dem Kunden von ikum auf das angegebene Konto innerhalb von 14 Tagen überwiesen. Der Veranstalter hat ikum im Falle einer Absage der Veranstaltung eine Stornierungsgebühr in Höhe von 1,50 EUR pro Ticket zu zahlen. Diese wird entweder dem Verrechnungskonto des Veranstalters belastet oder ihm in Rechnung gestellt. Bei einer Verlegung der Veranstaltung behalten die Tickets ihre Gültigkeit, der Kunde kann das Ticket jedoch stornieren, wenn ihm der Ersatztermin zeitlich nicht passt. In diesem Fall wird ebenfalls eine Stornierungsgebühr in Höhe von 1,50 EUR pro Ticket fällig, welche entweder dem Verrechnungskonto des Veranstalters belastet oder ihm in Rechnung gestellt.

(3) Sofern die Stornierung eines Tickets bei einer Verlegung vor Veranstaltungsbeginn eintritt, werden die Tickets durch ikum wieder an den Veranstalter zurückgegeben.


§ 9 Vertragsdauer

(1) Die Mitgliedschaft des Veranstalters auf der Plattform läuft auf unbestimmte Zeit und kann von beiden Parteien jederzeit ohne Angabe von Gründen mit sofortiger Wirkung gekündigt werden.

(2) Bei Kündigung erlöschen alle gegenseitigen Rechte und Pflichten aus dem Vertragsverhältnis, mit Ausnahme der Verpflichtung des Veranstalters gegenüber ikum zur Freistellung bei Rechtsverletzungen und mit Ausnahme derjenigen Rechte und Pflichten, die bestehen bleiben müssen, um nach dem Vertragsende Verträge (eingeschlossen die angefallenen Gebühren) nach den Bestimmungen dieser Vereinbarung abzuwickeln, die noch während der Vertragslaufzeit vermittelt wurden.

(3) Die Kündigung hat schriftlich zu erfolgen. Kündigungen per Fax oder E-Mail wahren die Schriftform.


§ 10 Haftung

(1) ikum haftet im Übrigen nur für Vorsatz und grobe Fahrlässigkeit uneingeschränkt, für leichte Fahrlässigkeit jedoch nur bei der Verletzung vertragswesentlicher Pflichten, d. h. solcher Pflichten, deren Erfüllung die ordnungsgemäße Durchführung des Vertrages überhaupt erst ermöglichen und auf deren Einhaltung der Vertragspartner regelmäßig vertraut und vertrauen darf. Die Haftung ist dann auf den vertragstypisch vorhersehbaren Schaden begrenzt, mit dessen Entstehen ikum bei Vertragsabschluss auf Grund der zu diesem Zeitpunkt bekannten Umstände rechnen musste.

(2) Für den Verlust von Daten wird die Haftung auf den typischen Wiederherstellungsaufwand beschränkt, der auch bei regelmäßigen und gefahrentsprechenden Datensicherungsmaßnahmen seitens des Veranstalters unvermeidbar gewesen wäre.

(3) Für nicht von ikum verschuldete Störungen innerhalb des Leistungsnetzes übernimmt ikum keine Haftung.

(4) Die vorstehenden Haftungsbeschränkungen gelten sinngemäß auch zugunsten der Erfüllungsgehilfen von ikum.


§ 11 Vorgehensweise bei Rechtsstreitigkeiten

(1) Der Veranstalter ist verpflichtet, ikum unverzüglich schriftlich über eine rechtliche Inanspruchnahme durch Dritte für Rechtsverletzungen im Zusammenhang mit der Plattform in Kenntnis zu setzen.

(2) Im Falle einer rechtlichen Inanspruchnahme des Veranstalters wegen der durch ikum zur Verfügung gestellten Rechtstexte überträgt der Veranstalter ikum die alleinige außergerichtliche und gerichtliche Prozessführungsbefugnis. Dem Veranstalter aus der rechtlichen Inanspruchnahme entstehende Schäden hat ikum zu tragen.


§ 12 Datenschutz

(1) Die Parteien verpflichten sich, bei der Speicherung und der Bearbeitung von personenbezogenen Kundendaten die gesetzlichen Datenschutzvorschriften der Bundesrepublik Deutschland, insbesondere die Reglungen des Bundesdatenschutzgesetzes (BDSG) einzuhalten.

(2) ikum ist Herr der auf der Plattform erhobenen und gespeicherten Kundendaten. Die Daten werden dem Veranstalter zur Abwicklung des Vertrags mit dem Kunden übermittelt. Der Veranstalter ist verpflichtet, die Verarbeitung und Speicherung der übermittelten personenbezogenen Daten des Kunden unter strenger Beachtung der Regelungen des BDSG durchzuführen. Er ist in keinem Fall berechtigt, die Daten an Dritte weiterzugeben, außer wenn es für die Abwicklung des Vertrages unbedingt notwendig ist. Er ist ebenfalls nicht berechtigt, die Daten zu einem über die Erfüllung des Vertrages hinausgehenden Zweck, insbesondere für Werbemaßnahmen zu nutzen. Die Datenspeicherung und Datenverarbeitung darf ausschließlich innerhalb der EU stattfinden.

(3) Der Veranstalter hat auf Verlangen des Kunden dessen personenbezogene Daten zu löschen, soweit nicht steuerrechtliche oder gewährleistungsbezogene Aufbewahrungspflichten dem entgegenstehen.

(4) Der Veranstalter hat nach Beendigung des Vertragsverhältnisses mit ikum alle während der Vertragszeit übermittelten personenbezogenen Kundendaten zu löschen, soweit nicht gesetzliche Aufbewahrungspflichten dem entgegenstehen.


§ 13 Sonstiges

(1) Es gilt das Recht der Bundesrepublik Deutschland unter Ausschluss des UN-Kaufrechts. Erfüllungsort und ausschließlicher Gerichtsstand für alle Rechtsstreitigkeiten ist Karlsruhe.

(2) Eine teilweise oder vollständige Übertragung der Rechte des Veranstalters aus dem Vertrag mit ikum auf Dritte ist ausgeschlossen. Zur Aufrechnung gegenüber ikum ist der Veranstalter nur mit unbestrittenen oder rechtskräftigen Gegenforderungen berechtigt.

(3) Alle Ansprüche aus dieser Vereinbarung verjähren innerhalb von 12 Monaten ab Kenntnis.

(4) Sollten einzelne Bestimmungen dieser Vereinbarung unwirksam sein oder werden und/oder den gesetzlichen Regelungen widersprechen, so wird hierdurch die Wirksamkeit der übrigen Bestimmungen nicht berührt. Die unwirksame Bestimmung wird durch die dem wirtschaftlichen Willen der Parteien am nächsten kommende gesetzlich zulässige Regelung ersetzt.